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Fällungen nach Baumcheck notwendig
Pappel vor der Schwarzbachhalle leidet unter fortgeschrittener Kernfäule
Die Gemeinde hat in ihrem Baumkontrollbuch 3.123 Bäume im öffentlichen Bereich erfasst. Jedes Jahr wird eine visuelle Kontrolle sämtlicher Bäume durchgeführt, welche abwechselnd im belaubten und unbelaubten Zustand der Bäume erfolgt. Mit der Baumkontrolle ist das Sachverständigenbüro Zorn aus Usingen beauftragt. „Die Kontrollen ergeben Maßnahmen mit unterschiedlicher Dringlichkeit“, erläuterte der Erste Beigeordnete Martin Mohr. Bäume, die bei der visuellen Kontrolle auffällig sind, zum Beispiel durch Faulstellen oder Hohlräume, werden einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Dazu werden Bohrwiederstandsmessungen mit einem Resistograph durchgeführt, um die Restwandstärke des Stammfußes und der damit verbundenen Standfestigkeit des Baumes zu ermitteln.“ Bei der aktuellen Untersuchung seien nun 28 „dringliche“ Maßnahmen gemeldet worden, vermeldet Martin Mohr.
So müssen unter anderem bei elf Bäumen die Kronen reduziert oder ein „Kronensicherungsschnitt“ durchgeführt werden, neben der Beseitigung von Totholz müssen aber auch einige Fällungen erfolgen. „Leider muss im Zuge dessen auch die große Säulen-Pappel vor der Schwarzbachhalle gefällt werden“, bedauert Martin Mohr. Dieser Baum sei vor einigen Jahren bereits in der Krone stark eingekürzt worden, um den Druck auf den Stammfuß zu reduzieren und den Baum zu erhalten. „Das Ergebnis der diesjährigen eingehenden Untersuchung fällt jedoch sehr schlecht aus. Die Kernfäule ist mittlerweile so stark ausgeprägt, dass die Restwandstärke nicht mehr ausreicht. Der Baum ist nicht mehr standsicher und muss mit Sicht auf die Verkehrssicherheit innerhalb der nächsten drei Monate gefällt werden“, so der Erste Beigeordnete.
Überlegungen zur Neugestaltung des Vorplatzes
Die Fachabteilung habe sich dazu entschlossen, den Baum zunächst bis auf einen Stumpf zurückzuschneiden. Martin Mohr betont: „Mit dem Wegfall der Säulen-Pappel als Solitärbaum ist der Vorplatz der Schwarzbachhalle jedoch sehr kahl und wird sich im Sommer stark aufheizen. Eine Nachpflanzung ist im Hinblick auf das Stadtgrün und den Klimawandel notwendig. Vor der Nachpflanzung sollten wir uns jedoch mit einer Konzeptplanung für den Vorplatz beschäftigen.“
Der Platz sei im Allgemeinen in einem sehr schlechten Zustand. Die vorhandenen Platten sind größtenteils gebrochen und beschädigt. Durch das starke Wurzelwachstum der Säulen-Pappel und der ständigen Benutzung durch Fahrzeuge bei Veranstaltungen ist der Vorplatz zudem sehr uneben. Auch die aktuelle Beleuchtung sei veraltet und leuchte den Platz nicht aus. „Sie müsste dringend erneuert und durch zeitgemäße Leuchtmittel ersetzt werden“, findet der Erste Beigeordnete. Auch die Pflanzkübel aus Beton seien in die Jahre gekommen und teilweise brüchig.
„Die Verwaltung wird nun zunächst die Kosten für die Umgestaltung überschlägig ermitteln, damit man eine Größenordnung für die Investition erhält. Dann könnte eine Konzeptplanung für die Erneuerung des Platzes an der Schwarzbachhalle mit neuen Bäumen in die Wege geleitet werden“, berichtet der Erste Beigeordnete. Die notwendigen Mittel müssten dann im Rahmen der kommenden Haushaltsplanungen veranschlagt werden.
Flurschäden durch Lieferwägen
Handlungsbedarf sieht Mohr auch an einer weiteren Stelle: Der Seiteneingang im nord-westlichen Bereich der Halle werde sehr regelmäßig durch Lieferfahrzeuge für Veranstaltungen genutzt. „Da er nur teilweise befestigt ist, wird der Bereich gerade in nassen und regnerischen Phasen sehr schlammig, was die Nutzung erschwert. Häufig treten hier bei Veranstaltungen auch Flurschäden auf“, weiß Martin Mohr. Die angrenzende Grünfläche mit dem ehemaligen Brunnen, der zu einem Rosenbeet umfunktioniert wurde, sei eine ungenutzte Fläche, welche ebenfalls viel „Potential für eine Umgestaltung biete“. Auch die angrenzenden Parkplätze könnten im Zuge der Arbeiten überarbeitet werden, da sie teilweise sehr uneben sind.